Meine persönlichen Gastronomie-Trends 2026

Laura und die Foodtrends 2026 mit KI kreiert

Was kommt, was bleibt, was hungrig macht

Warum ich mir erlaube, kulinarische Trends vorherzusagen?
Leute ich steck da so tief drin and i’m hungry for more. Seit über 15 Jahren arbeite ich in und mit der Gastronomie – von VIP-Logen im Stadion über Hotelküchen, Messen, Festivals, Cafés bis hin zu Fine Dining Pop-ups. Ich bin reingewachsen, reingestolpert, hängen geblieben. Heute berate ich Marken, entwickle Konzepte, betreibe eine eigene Fine Dining App und bin mit Menschen umgeben, die sich täglich den Kopf darüber zerbrechen, wie gute Gastronomie schmeckt, aussieht und funktioniert. Und der wichtigste Punkt: ich esse einfach gerne und sehr divers.

Meine Freunde sind Köch:innen, Sommeliers, Betreiber:innen, Creator – wir reisen, testen, diskutieren, kochen zusammen. Ich kenne die Perspektiven von Gästen genauso wie die Abläufe hinter dem Pass. Und genau deshalb kann ich ganz gut einschätzen, wohin die Reise geht.
Also – let’s go. Meine ganz subjektive, hungrige Einschätzung der kulinarischen Gastro-Trends für 2026:

1. Pop-ups & Collabs: Better done than perfect

Was mir Hoffnung macht: Die Gen Z und junge Millennial-Gen haben Bock..
Viele kommen als Quereinsteiger:innen, haben keinen klassischen Gastro-Hintergrund, aber umso mehr Herz. Da ist kein Perfektionsanspruch, sondern Motivation, Dinge auszuprobieren. Viel Hands-on, viel DIY, viel Lifestyle.

modernes Pop up, KI bild

Gastro wird wieder zum Erlebnisraum – aber eben nicht für immer. Keine Pachtverträge über 10 Jahre. Die neue Generation ist wirtschaftlich fit,kennt die Risiken (Hallo Corona) und entscheidet sich bewusst für temporäre Formate, für Bewegung.
Was ich mir wünsche: mehr mutige Kooperationen. Traditionsbetriebe, die ihre Türen für junge Ideen öffnen. Und mehr Vertrauen ins „Einfach mal machen“.

2. Japan meets Italy – when Udon kisses Cabonara

Das wohl aktuell bekannteste Gericht, um diese neue Küchenrichtung einzuleiten: Udon Carbonara Style.  Und ehrlich: Ich liebs.
Italienische und asiatische Küche haben so viele Gemeinsamkeiten – beide feiern Umami (Parmesan, Anchovis, getrocknete Tomate –  Sojasauce, Miso, Algen), beide lieben Fett, beide können Nudeln.
Reduktion statt Überladung, saubere Verarbeitung, Textur als Star – al dente Pasta trifft auf bissfeste Ramen oder Dumplings. Und: Handwerk steht klar über Deko.

In München ist der Trend längst angekommen. Im Norden? Leider noch nicht so.
Ich sehe ihn aber immer häufiger – auch bei deutschen Food Creator und natürlich international.
Und ganz ehrlich: Ich wäre sowas von ready für eine Kimchi-Lasagne mit crispy Chilli Oil. Hell yes!

Kimchi Lasagne als AI Bild

3. Korean Food: wer traut sich?

Okay, wir bleiben noch in der asiatischen Welt.
Die letzten Jahre ist koreanisches Essen immer mehr aufgeploppt – aber aktuell ist wirklich alles voll damit.
Social Media? Überall koreanische Food-Trends. Und auch hier bei uns machen immer mehr koreanische Konzepte auf.
Aktuell noch eher klassisch, sehr traditionell – was auch schön ist.

Koreanische moderne Interpretation, KI

Aber ich warte auf das erste modern interpretierte koreanische Konzept in Deutschland.
Mit Mut, mit Twist, mit eigener Handschrift.
Ich wünsche mir, dass jemand sich das traut – weil das Potenzial ist riesig.

4. Tagesbars: All day, all life

Speisekarte von oben, Tagesbar Florentine "all Day"

Der Trend geht ganz klar in Richtung easy, moderne Bistroküche.
Mehrere Küchenstile treffen aufeinander – französische Klassiker, kreative Sandwiches, LTBs, japanische Sandos.
Nightlife ist out, Daydrinking is in – und ganz ehrlich: Ist doch auch viel praktischer, dann verschläft man den nächsten Tag nicht komplett.

In Tagesbars können wir frühstücken, brunchen, arbeiten, daten, mit Freund:innen treffen, lunchen – und brauchen dafür nicht mal das Konzept wechseln.
Eigentlich könnte ich in einer Tagesbar wohnen.
Weil sie alle meine Alltagsbereiche abdeckt.

5. NY Style Pizza Slices: Knusprig ist das neue Soft

Auch in Deutschland sind 2025 endlich die ersten Konzepte dazu aufgeploppt – und sorry to say, aber: Die großen Zeiten der neapolitanischen Pizza sind durch.
Klar, sie wird immer ihre Stammfans haben. Aber was wir jetzt wollen, ist wieder ein knuspriger Boden,ein riesiges Stück, das sich vorne leicht neigt, aber trotzdem stabil bleibt.
Frischer Parmesan drüber, saftige Salamischeiben, Hot Honey Glaze . Ufff… 

Detailaufnahme eines Pizzastücks

Zudem lässt es sich easy umsetzen: kleine Ladenfläche, Pizzen werden vorbereitet, kurz aufgebacken und mit frischen Toppings serviert. Kaum Personal nötig, alles super planbar – bis auf die Stromkosten.

6. Artsy Catering & kreative Tablesettings

verschiedene speisen, Oliven im Silberbecher

Wir kennen sie alle – Herrlich Dining und all die kreativen Ladies da draußen, die angefangen haben, Erlebnisse und Essen komplett neu zu denken.
Und Marken? Die lieben es.
Kein Bock mehr auf klassischen Einheitsbrei mit Rosmarinkartoffeln vom Warmhalteblech. Wir wollen Individualität, gute Produkte, pointierten Geschmack – und einfach inspiriert werden.

kreatives Tablesetting mit Silbergeschirr und blauer Vase voller Zitronen

Ich sehe da vor allem Social Media als krassen Hebel. Wer hier smart inszeniert, mit starkem Storytelling und gutem Auge, wird 2026 definitiv Erfolg haben.

Und sonst so?

Ich merke gerade, wie gut es war, diesen Artikel hungrig zu schreiben.
Das Blöde daran: Jetzt bin ich noch hungriger.
ber mein Kopf ist voll mit Ideen – und das ist vielleicht das Schönste an meiner Arbeit: Ich brenne dafür.

Aber erstmal freu ich mich auf dein Feedback. Deine Meinung. Deine Konzepte.
Und wenn du Lust hast, etwas Neues zu testen – melde dich.
Stay hungry. Always.

Weitere Beiträge

ORANIA.BERLIN –  ich teste das vegetarische “XBERG VUCK” Menü

Wenn ich in Berlin bin, gibt es einen Ort, den ich nie lange auf meiner To-Do-Liste stehen lasse: Orania.Berlin. Und wenn dann noch Philipp Vogel und Küchenchef Kevin von Werthern am Pass stehen, weiß ich, dass der Abend nicht nur gut, sondern wahrscheinlich auch sehr lecker wird.

Jellyfish Hamburg – Ein Abend voller Meeresaromen und Küchenkunst

Wenn die beste Freundin aus München zu Besuch ist – kinderfrei, wohlgemerkt – dann darf es abends auch mal etwas mehr sein. Mehr Zeit, mehr Bubbles, mehr Genuss. Und wenn dann auch noch Stefan Fäth sagt: „Laura, komm mal wieder vorbei, probier mal unsere Karte“, dann muss ich da ehrlich gesagt nicht lang überlegen. Das Jellyfish gehört für mich schon lange zu den festen Größen in Hamburgs Fine Dining Szene – nicht laut, nicht aufgesetzt, sondern mit klarer Handschrift, viel Können und einem echten Gespür für Produkt und Aromen.