ORANIA.BERLIN –  ich teste das vegetarische “XBERG VUCK” Menü

„Außenansicht des Orania.Berlin bei Nacht mit leuchtendem roten 'Live Concert Tonight' Neon-Schild im Fenster und Blick in die Bar; Straßenecke am Oranienplatz.“

Wenn ich in Berlin bin, gibt es einen Ort, den ich nie lange auf meiner To-Do-Liste stehen lasse: Orania.Berlin.
Und wenn dann noch Philipp Vogel und Küchenchef Kevin von Werthern am Pass stehen, weiß ich, dass der Abend nicht nur gut, sondern wahrscheinlich auch sehr lecker wird.

Dass ich es bisher noch nicht geschafft habe, hier zu übernachten, ist fast ein bisschen peinlich – steht jetzt aber offiziell auf meiner Bucket List für 2026.
Heute bin ich jedenfalls nicht zum Schlafen, sondern zum Schlemmen da.
Und auch wenn ich ein bisschen wehmütig auf die berühmte Peking-Ente schaue – nach 15 Jahren ohne Fleisch ist der Gedanke daran für mich eher Erinnerung als Versuchung. Ich freue mich also auf das vegetarische Menü „XBERG VUCK“ – asiatische Aromen, inspiriert von Reisen, modern gedacht, mit klarem Twist.

Ankommen, durchatmen, genießen

Schon beim Betreten der Lobby wird klar, warum sich so viele Gäste hier im Orania, so wohl fühlen:
Ein Kamin lodert leise, warme Holztöne treffen auf ockerfarbene Polster, das Licht ist weich.
Die Atmosphäre: zurückhaltend edel und dabei so gemütlich, dass ich mich direkt in meinem Pyjama schlüpfen will, um mich in einen der großen Sessel zu kuscheln.

Wir bekommen einen Hochtisch direkt neben der offenen Küche – besser geht’s für mich nicht. Ich liebe es, wenn ich quasi mit in der Küche sitze, mitbekomme, was passiert, und die Energie des Teams spüre und ich das Gefühl habe, dass mir quasi das Essen in den Mund hüpft.

Das VUCK Menü – spannende Aromen inklusive

Los geht’s mit Pilz Dashi & Shiitake Dim Sum.
Auch wenn ich sonst kein großer Pilz-Fan bin – in Brühen funktioniert das für mich. Der Sud ist kräftig, das Dumpling zart, die Ingwernote in der Füllung setzt einen frischen Kontrapunkt zur erdigen Tiefe der Brühe. Guter Start.

Dann kommt das Choy Bao Shucai im Salatblatt – ein Hands-On-Gang, den ich liebe.
Ich schichte mir knackigen Romanasalat, gepickelten Rettich, Sojahack, Hoisin, Kräuter – freue mich schon auf den perfect bite, weil ich schon erahne was für eine Umami Geschmacks explosion gleich in meinem Mund passiert. Texturen, Frische, Würze – ja meine Vorahnungen waren richtig. Genüsslich mümmeln wir unsere selbst gestalteten Salatblätter und ich bin jetzt schon happy. 

Es folgt gegrillte Szechuan-Aubergine mit Pak Choi,die Vielfältigkeit der Aubergine perfekt inszeniert. Etwas über der Salzigkeits-Grenze für mich – Textur sehr spannend und kreativ umgesetzt.

Ein, zwei Überraschungen lasse ich euch mal selbst entdecken (Spoiler: lohnt sich), bevor wir mit einem Signature Dessert enden:
Nougat, Yuzu, Dulce de Leche – weich, cremig, süß-sauer, salzig – alles auf einmal. Das ist der Moment, in dem das Menü nochmal die Aromenkurve perfekt strapaziert und sich elegant verabschiedet.

Abschied mit Glückskeks und Boomer-Sprüchen

Zum Schluss: ein selbst gebackener Glückskeks – inklusive witzigem Boomer-Spruch vom Chef persönlich. Und ja, ich fand ihn wirklich lustig.
Und irgendwie habe ich das Bedürfnis  mich nach oben zu schleichen und in eines der Betten zulegen. Leider ( für mich) und zum Glück für Philipp war das Hotel restlos ausreserviert. 

Naiv, zur BCB-Zeit spontan anzufragen. Aber auch ein Grund mehr, wiederzukommen. Und genau darauf freue ich mich jetzt schon.

„Teller mit blau-weißem Muster neben einer humorvollen ‚Good Luck‘-Karte und einem geöffneten Glückskekszettel mit Spruch.“

Willkommen in meinem Laura-Journal.
Schön, dass du da bist. Und wenn du im Orania landest – nimm das XBERG VUCK und grüß Phillip von mir.
Und wer weiß, vielleicht schaffst du’s ja dort  ins Bett danach. Ich bleib dran🖤

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